Deutsche Gesellschaft
für Parodontologie e. V.
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Jahrestagung 2007 vom 27.–29. September

DGP-Jahrestagung 2007Tagungsthema:
Der gelockerte Zahn – das gefährdete Implantat

Veranstaltungsort:
World Conference Center – Bundeshaus Bonn
Görresstraße 15
53113 Bonn
Telefon (0228) 92 67 0
www.worldccbonn.de

Kongressorganisation:
dgp Service GmbH
Clermont-Ferrand-Allee 34
93049 Regensburg

PDF zum Download Hauptprogramm der Jahrestagung 2007

Resumee:

DGP warnt vor kritiklosem Ersatz parodontal kranker Zähne durch Implantate

Die Wiederherstellung der Kaufähigkeit durch Zahnimplantate erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Insbesondere durch Parodontitis vorgeschädigte Zähne werden immer häufiger durch osseointegrierte Implantate ersetzt. Dies ist jedoch nicht unproblematisch, so das Fazit der Jahrestagung 2007 der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP).

Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland gaben Antworten auf die Frage, ob das künstliche Implantat dem eigenen, aber vorgeschädigten Zahn überlegen ist. Es herrschte einmütiger Konsens darüber, dass die bloße Entfernung parodontal kranker Zähne und ihr Ersatz durch im Kieferknochen verankerte Implantate nicht den zugrunde liegenden Krankheitsprozess eliminiert und dieser nachfolgend die Überlebensdauer der Implantate in gleichem Maße gefährdet.

Dies bedeutet, dass Implantate im Mund eines zuvor an Parodontitis erkrankten Patienten, die gleiche, wenn nicht eine noch intensivere und lebenslang betriebene professionelle Nachsorge erfordern wie die natürlichen Zähne. Gerade in Deutschland nimmt jedoch bislang nur eine Minderheit aller parodontal kranken Menschen eine solche Intensivnachsorge wahr.

Da zudem die Krankheitszeichen am Implantat deutlich später als am natürlichen Zahn für den Patienten spürbar werden, besteht ohne begleitende präventive Maßnahmen die große Gefahr, dass sich in den nächsten 10-15 Jahren Knochenentzündungen an Implantaten zu einem Massenphänomen entwickeln werden, zu dessen Behandlung nach heutigem Wissensstand keine wirklich befriedigenden Therapiekonzepte verfügbar sind.

„Implantationen beim parodontal kranken Menschen gehören daher nur in die Hände parodontologisch kompetenter Zahnärzte, die auch die notwendige lebenslange Nachsorgetherapie gewährleisten können“, betont Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie.