Geschichte der DGP
| 1. 11. 1924 | Gründung einer »Arbeitsgemeinschaft für Paradentosen-Forschung«, einer Gesellschaft, die sich ausschließlich der wissenschaftlichen und klinischen Erforschung der »Paradentose« widmen soll. | ||||||||||
![]() |
Weski (Bild), Neumann und Sachs sind die 3 Gründer der ARPA. Diese Wissenschaftler prägen aus Idealismus und sozialhygienischer Verantwortung diesen Teil der Geschichte der ARPA. Prof. Loos (Frankfurt) wird 1. Vorsitzender der ARPA. | ||||||||||
| 1925 | Erste Einführung des Qualitätsmanagements in der Zahnheilkunde durch Schaffung eines verbindlichen Paradentose-Befundstatus zur einheitlichen Dokumentation parodontaler Erkrankungen. | ||||||||||
| 1927/28 | Das Jahresbudget der ARPA beträgt 1800 Reichsmark. Die preußische Zahnärztekammer gewährt eine einmalige Zuwendung von 1000 Reichsmark. |
||||||||||
![]() |
1929 erscheint erstmals die ARPA-Zeitschrift »Paradentium«. Sie ist den Grenzfragen der Medizin und Odontologie gewidmet und soll die Diskussionen über die Ursachen und Therapie der Paradentose einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. | ||||||||||
| 1929 | Die »Tölzer Tagung« wird zu einem Markstein in der Geschichte der ARPA. Zum ersten Mal werden auf breiter Basis die engen Beziehungen zwischen Allgemeinkrankheiten und Parodontopathien herausgearbeitet und die Zahnheilkunde als Teilgebiet der Medizin von der wissenschaftlichen Öffentlichkeit begriffen. | ||||||||||
| 1930 | ARPA Tagung, Dresden. Thema: Die Einführung der Parodontosebehandlung in der Sozialversicherung. Außerdem findet eine große Hygieneausstellung statt: »Die systematische Paradental-Prophylaxe, eine Forderung der Sozialhygiene«. |
||||||||||
| 1932 | ![]() Gründung der ARPA Internationale in Zürich, der parodontale Arbeitsgemeinschaften aus Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz, der Tschechoslowakei sowie Finnland angehören. |
||||||||||
| 1933–1945 | Ausschluss von der universitären Lehre, Berufsverbot, sowie Entrechtung aller Juden bis hin zur physischen Vernichtung durch die nationalsozialistische Diktatur. International renommierte parodontologische Experten jüdischen Glaubens wie Gottlieb, Orban, Kantorowicz, Hirschfeld sowie das ARPA-Gründungsmitglied Weski fliehen vor der Verfolgung aus dem Deutschen Reich. |
||||||||||
| 1945 | Auflösung der ARPA wie aller nationalsozialistisch gleichgeschalteten deutschen Organisationen durch Anordnung der Siegermächte. | ||||||||||
| 1949 | Neugründung der ARPA nach dem Krieg mit Prof. Siegmund (Münster) als 1. Vorsitzenden. | ||||||||||
| 1950 | Wiederaufnahme der deutschen ARPA in die ARPA Internationale. Damit ist die ARPA die erste deutsche Gesellschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg in eine internationale Vereinigung aufgenommen wird. | ||||||||||
| 1954 | Prof. Häupl wird Nachfolger von Prof. Siegmund als Präsident. | ||||||||||
| 1958 | Jahrestagung in Pyrmont. Die ARPA zählt 265 Mitglieder. | ||||||||||
| 1960 | Schaffung eines ARPA-Wissenschaftspreises zur Anerkennung und Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Parodontologie. |
||||||||||
![]() |
ARPA-Tagung in Bad Nauheim, Prof. Eugen Fröhlich wird 1960 zum Präsidenten gewählt. | ||||||||||
| 1963 | Die ARPA zählt 396 Mitglieder. | ||||||||||
| 1967/69 | Die ARPA-Preise für 1967/68 erhalten Priv. Dozent Dr. Lange und Priv. Doz. Dr. Dr. Mutschelknaus. | ||||||||||
| 1970 | Anlässlich der Hochschullehrertagung in Bad Nauheim stimmen alle versammelten deutschen Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde einmütig dem Antrag von Eugen Fröhlich zu, an allen universitären zahnärztlichen Ausbildungsstätten in Deutschland eigenständige Lehrstühle für das Fach Parodontologie zu etablieren. Ein verjüngter ARPA-Vorstand sucht neue Wege. Die Bezeichnung »Arbeitsgemeinschaft« wird durch »Gesellschaft« ersetzt. Die ARPA zählt 523 Mitglieder. |
||||||||||
| 1971 | Aufgrund des fehlenden Konsenses über die weiteren Ziele bzw. aufgrund der fehlenden Bereitschaft anderer europäischer parodontologischen Fachgesellschaften ebenfalls der ARPA Internationale beizutreten, kam es 1971 zu deren Auflösung und in der Folge zur Gründung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP e.V.) als legitimer Nachfolgerin der deutschen Arbeitsgemeinschaft für Parodontologie. |
||||||||||
|
|||||||||||
| 1983 | Einführung der fachzahnärztlichen Gebietsbezeichnung Parodontologie durch die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe. | ||||||||||
| 1988 | Gründung der European Federation of Periodontology (EFP). Frau Prof. Dr. Flores de Jacoby (Marburg) wird erste Vorsitzende der EFP. | ||||||||||
| 1990 | Aufnahme der Mitglieder der Gesellschaft für Periodontologie der DDR in die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie. Prof. Flores de Jacoby wird 1990 erste gemeinsame Präsidentin der DGP nach der Wiedervereinigung. |
||||||||||
| 1991 | Nachdem außer Westfalen-Lippe kein anderer Zahnärzte-Kammerbereich die fachzahnärztliche Gebietsbezeichnung Parodontologie eingeführt hat, (aufgrund der nicht erfolgten Einführung der fachzahnärztlichen Gebietsbezeichnung Parodontologie in Zahnärztekammerbereichen außerhalb von Westfalen-Lippe) erstellt der Vorstand der DGP eine fachzahnarztäquivalente Weiterbildungsordnung zum Spezialisten für Parodontologie der DGP®. Bis zum Jahr 2008 kann die DGP 179 Zahnärztinnen und Zahnärzte eine der DGP-Weiterbildungsordnung entsprechende Fachqualifikation bestätigen. | ||||||||||
| 2003 | Die DGP ist Gastgeber der »EuroPerio 4« in Berlin mit 3.500 Teilnehmern. | ||||||||||
![]() |
2003 Gründung der ARPA-Wissenschaftsstiftung: »Gemeinsam für die Parodontologie« |
||||||||||
| 2004 | Live-OP während der Frühjahrstagung in München. Sat-TV Übertragung an 9 Hochschulstandorte und ins Internet. Die DGP zählt 3.866 Mitglieder. |
||||||||||
|
|||||||||||
| 2007 | Start des ersten berufsbegleitenden Masterstudiengangs Parodontologie der DGP. | ||||||||||
| 2008 | Fast 80 Jahre nach Bad Tölz treffen sich wieder Parodontologen und Internisten zum Erfahrungsaustausch auf der von der DGP und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) gemeinsam gestalteten DGP Jahrestagung in Nürnberg zum Tagungsthema Orale Medizin. | ||||||||||
| 2009 | Start des zweiten berufsbegleitenden Masterstudiengangs der DGP (Parodontologie und Implantattherapie). | ||||||||||
Stand: 20.07.2009



Gründung der ARPA Internationale in Zürich, der parodontale Arbeitsgemeinschaften aus Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz, der Tschechoslowakei sowie Finnland angehören.










